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Volle Kirche zur Wiedereinweihung in Achtelsbach
Achtelsbach - 01.08.2011: Über 200 Gottesdienstbesucher aus der Region waren am Sonntag, 31. Juli 2011, gekommen, um im Nachmittagsgottesdienst um 14 Uhr die Wiedereinweihung der vor anderthalb Jahren durch einen Brand geschädigten Achtelsbacher Kirche zu feiern.

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„Darf man in Zeiten akuter Finanzknappheit ein Kirchengebäude aufwendig sanieren?“ - für Presyterium und Festgemeinde war die positive Entscheidung zweifellos die richtige, zumal die Versicherung an der Finanzierung beteiligt war.

Die Freude über die Wiederinbetriebnahme des denkmalgeschützten Gotteshauses spiegelte sich auch in Predigt und Grußworten wider:

„Ja, eine Kirche darf man lieb haben“, so Pfarrer Ulrich Hammer, „wir brauchen eine Kirche, die uns spüren lässt, dass es etwas Größeres gibt als uns selbst.“ Und: „Viele lebendige Steine haben mitgeholfen, dass die Kirche ein hilfreicher Ort bleibt, wo wir singen, beten, lachen und weinen können.“

Stefan Kugler, ehrenamtlicher Prädikant und Synodalältester, überbrachte herzliche Segenswünsche von der Leitung des Kirchenkreises Obere Nahe, insbesondere vom Superintendenten, Pfarrer Edgar Schäfer (Birkenfeld).

Stefan Kugler würdigte das Gemeindeleben in Achtelsbach als Zeichen der Hoffnung inmitten einer Zeit, in der eher Kirchenentwidmungen als Kircheneinweihungen auf der Tagesordnung stünden:

„Hier wurde kein Museum renoviert, sondern ein Ort, der auch weiterhin gefüllt werden will mit Lebensgeschichten vielfältiger Art. Eine lebendige Kirchengemeinde wird von den Menschen als Zeichen von Gottes Gegenwart wahrgenommen. Wir finden hier viel davon, was Gott uns in Christus geschenkt hat.“

Der 1. Kreisbeigeordnete Helmut Billert - als Vertreter des Birkenfelder Landrates, Dr. Matthias Schneider - hält die christliche Gemeinde für einen wichtigen Bestandteil der Ortsgemeinde. „Kirchen sind wichtige Wegweiser. Die christlichen Grundwerte wollen mehr Leben in unser Dasein bringen“, in diesem Sinne sei der christliche Glaube auch in unserer deutschen Verfassung verankert.

Heinz Werle, in Vertretung des Verbandsbürgermeisters Dr. Bernhard Alscher, gratulierte der Gemeinde Achtelsbach zu diesem gelungenen Werk. „Die Kirche ist ein wichtiger Akteur und begleitet uns durchs ganze Leben. Lassen wir also die Kirche im wahrsten Sinne des Wortes mitten im Dorf.“

Heinz Werle dankte auch den Feuerwehrleuten, die in jener Winternacht 2009 unter äußerst ungünstigen Bedingungen sehr schnell und wirksam geholfen hätten.

Albert Wild, multitalentierter und stets hilfsbereiter Bürgermeister von Achtelsbach, bedankte sich bei allen Helferinnen und Helfern für deren wichtiges Engagement und wünschte der Gemeinde, dass "die Kirche auch weiterhin als lebendiger Begegnungs- und Heimatort für alle Generationen erfahrbar" sein möge.

Werner Möhleke, Bürgermeister von Meckenbach, überbrachte alle besten Wünsche der Nachbargemeinde – und zusätzlich eine Zeichnung des Meckenbacher Künstlers Axel C. Groß, die die Achtelsbacher KircheLebensnöten als "Ort des Auftankens" gedient habe. Seine Ehefrau trug ein treffendes Gedicht von Manfred Hausmann vor.

Gemeinsam überreichte das Ehepaar Bonn eine prächtig blühende Hortensie: Blütenfarben passend zu den Rot- und Rosa-Tönen der neu gestalteten Kirche, Übertopf liebevoll abgestimmt auf den Sandsteinboden im Altarraum.

Pfarrer Ulrich Hammer dankte den Laudatoren für Grußworte und Spenden – und gleichzeitig allen heimischen und überregionalen Kräften für deren beeindruckendes Engagement:

  • Omir Belice, Inhaber eines Döner-Ladens, der in der Brandnacht - müde von der Arbeit und zugleich geistesgegenwärtig - vom Auto aus die Feuerwehr anrief: „Kirche brennt!“
  • Friedel Sohns für das Angebot der monatelangen Lagerung von Kirchen-Inventar bei Sohns' zu Hause.
  • Kirchmeister Helmut Fuchs für seinen unermüdlichen Einsatz, verbunden mit der Frage an die Anwesenden, ob es eigentlich einen Ehrentitel wie „Diplom-Ingenieur h.c.“ gebe.
  • Ortwin Molter für seinen unverwechselbaren Küsterdienst mit Herz und Verstand.
  • Dem stets hilfsbereiten Architekten Wandel.
  • Und natürlich den vielen Basis-Arbeitenden, die hier nicht alle einzeln aufgezählt werden könnten.

Der Festgottesdienst wurde musikalisch gestaltet vom Männergesangsverein 1896 Meckenbach (Vorsitzender: Edwin Bill) sowie Erwin Heß an der Orgel und Pfarrer Carsten Heß (Orgel & Flöte).

Auch der warme Klang der neuen Kirchenglocken überzeugte die Gemeinde. Und dass die neue Kirchenorgel, an der der Merxheimer Orgelbauer Müller auf Hochtouren arbeitet, noch aussteht und dann auch das vorübergehend installierte Provisorium ersetzen wird, weckt die Vorfreude auf einen weiteren Festgottesdienst: die Orgeleinweihung im Jahr 2012.

Im Anschluss an den Gottesdienst empfing die Kirchengemeinde heimische und auswärtige Gäste zu Imbiss und Information. Dazu gehörte auch die allseits aufmerksam betrachtete Fotoausstellung des Achtelsbacher Hobby-Fotografen Gerhard Melzer, der die Renovierungsarbeiten stets mit der Kamera begleitet hat.

Gespräche und Begegnungsmöglichkeiten einschließlich zahlreicher Gästebuch-Einträge wurden bis in den Abend hinein genutzt. Auch das von Manfred Haas zur Verfügung gestellte „Familienbuch Achtelsbach ab 1799 für die Orte Achtelsbach, Dambach, Eisen, Ellweiler, Meckenbach, Neuhof, Traunen“ erfreute sich hoher Verkaufszahlen. Der Erlös kommt der Kirchengemeinde Achtelsbach zugute.



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Quelle: Kirchenkreis Obere Nahe. Autor, Redaktion und Verlag sind nicht für die Inhalte externer Webseiten verantwortlich.
Volle Kirche zur Wiedereinweihung in Achtelsbach. Foto: Gerhard Melzer / Kirchenkreis Obere Nahe
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Volle Kirche zur Wiedereinweihung in Achtelsbach. Foto: Gerhard Melzer / Kirchenkreis Obere Nahe
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Volle Kirche zur Wiedereinweihung in Achtelsbach. Foto: Gerhard Melzer / Kirchenkreis Obere Nahe
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Volle Kirche zur Wiedereinweihung in Achtelsbach. Foto: Carsten Heß / Kirchenkreis Obere Nahe
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Volle Kirche zur Wiedereinweihung in Achtelsbach. Foto: Carsten Heß / Kirchenkreis Obere Nahe
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