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Einbrechertrio aus dem Hunsrück gefasst
Haftbefehle und Durchsuchungsbeschlüsse
Region - 27.08.2010: Unter der Federführung des Polizeipräsidiums Darmstadt konnten am 25.08.2010 in den frühen Morgenstunden langwierige Ermittlungen gegen ein Einbrechertrio aus dem Hunsrück abgeschlossen werden.

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Bereits am Vortag war ein Täter, der sich schon nach Frankreich abgesetzt hatte, dort festgenommen worden. Zwei weitere Täter wurden in einer Mainzer Wohnung bei der Vollstreckung von Durchsuchungsbeschlüssen angetroffen und in Fesseln gelegt. Der Haftrichter bestätigte gestern Nachmittag noch die U-Haftbefehle, die er aufgrund des bisherigen Ermittlungsergebnisses erlassen hatte.

Beteiligt an dem Erfolg waren neben den Kriminalbeamten aus Hessen, Beamte der Kriminalpolizei Mainz und Koblenz, des LKA Mainz, der Bereitschaftspolizei Mainz und Koblenz und der Polizeiinspektionen Simmern und Boppard.

Die Durchsuchungen in Mainz, Bad Orb, Frankfurt und in dem kleinen Ortsteil Sevenich der Gemeinde Beltheim im Hunsrück förderten weiteres Beweismaterial zu Tage. Außer zusätzlichen Beweismitteln für die etwa 20 bereits in Hessen bekannten Wohnungseinbrüche, fanden die Beamten eine scharfe Schusswaffe, gestohlene Kennzeichen und weitere Teile aus bisher nicht zugeordneten Straftaten.

Bei der Polizei in Boppard geht man deshalb davon aus, dass neben den fünf Taten in St. Goar-Biebernheim und Lahnstein, die man zuvor schon klären konnte, auch etwa 10 bis 15 weitere Einbrüche zwischen Wiebelsheim und Waldesch mit positivem Ergebnis wird abschließen können.

In der Hauptsache hatten sie Schmuck und Sammlermünzen aber auch sonstige wertvolle Gegenstände erbeutet. Der Gesamtschaden aller möglicherweise am Ende nachweisbaren Taten liegt fast bei einer Million Euro.

Die drei Täter im Alter zwischen 45 und 59 Jahren, sind bereits erheblich vorbestraft. Der 59jährige im Hunsrück aufgewachsene Straftäter verbrachte bereits 20 Jahre hinter Gittern und hielt offenbar immer noch wenig davon, sich auf ehrliche Art seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Alle drei haben auch langjährige Erfahrungen mit harten Drogen, deren Erwerb sicher ebenfalls erhebliche Summen verschlungen hat.

Was den Polizisten aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis zunächst große Sorgen machte, war die Dreistigkeit mit der die Täter z. B. das Wohnhaus eines älteres Ehepaares heimsuchten, das insgesamt dreimal bei seiner Rückkehr den Besuch der Täter hatte feststellen müssen. Schaden in diesem Fall insgesamt rund 100.000 Euro, wobei die Polizei einen Teil schon zurückgeben konnte.

In einem weiteren Fall waren die Täter sogar während der Anwesenheit der Hausbewohner eingedrungen und hatten sich zwanglos bedient. Zum Glück war es nicht zu einem Zusammentreffen gekommen.

Die Polizei freut sich deshalb besonders, den Betroffenen, die seit der Tat jeden Abend sicher oft mit Angst zu Bett gingen, heute sagen zu können, dass diese Täter in den nächsten Jahren bestimmt nicht wieder kommen werden. Man kann für die bereits bekannten Einbrüche mit Freiheitsstrafen von bis zu 5 Jahren rechnen.



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Quelle: PI Boppard. Autor, Redaktion und Verlag sind nicht für die Inhalte externer Webseiten verantwortlich.

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