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Hunsrücker krönt in Rheinhessen seine Laufbahn Manfred Scherer löst als VG-Bürgermeister seinen bisherigen Chef ab |
Region - 17.08.2010: Friedel Bess, seit mehr als einem Vierteljahrhundert Bürgermeister der Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen, hat sich mit 63 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Zugleich wurde in der überfüllten Nahelandhalle sein Nachfolger ins Amt eingeführt: Manfred Scherer.
Seit fünf Jahren ist Manfred Scherer geschäftsführender Beamter der Verbandsgemeindeverwaltung Sprendlingen-Gensingen. Geboren und aufgewachsen ist er im Hunsrück. In Simmern absolvierte der 51jährige seine Ausbildung und weitere Laufbahn in der kommunalen Verwaltung. Das Simmerner Rathaus erlebte ihn als erfahrenen und kompetenten Büroleiter und Fachbereichsleiter Soziale Dienste. Da er seiner Heimat sehr verbunden ist, wollten ihn die Hunsrücker nicht ohne „ein Stück Heimat“ dieses Amt antreten lassen. So überreichten die Ortsbürgermeister Günter Hackländer (Niederkumbd) und Gerd Martin (Sargenroth) stellvertretend für alle angereisten Hunsrücker einen großen Schieferstein. Dieser wird am Eingang des neuen Bürgermeisterhauses in Sprendlingen seinen Platz finden. Die beiden waren sichtlich stolz, ihrem Weggefährten zu diesem Erfolg zu gratulieren. Sein neues Amt ist ein „Verlust für den Hunsrück“, aber ein „Gewinn für Rheinhessen“. Manfred Scherer freut sich auf das neue Amt und die Arbeit in seiner neuen Heimat: „Ich kenne die VG Sprendlingen-Gensingen mittlerweile so gut, dass ich sagen kann, sie ist so weltoffen, hat soviel Kraft und Mut um einen Hunsrücker zu vertragen.“ Manfred Scherer betonte in seiner Antrittsrede, wie sehr er sich als gewählter Volksvertreter versteht. Die im Rahmen der Wahlvorbereitung begonnene Bürgerbeteiligung will er konsequent als Bürgermeister umsetzen: „Viel zu oft und viel zu lange wurde das Recht der Bürger auf Mitbestimmung übersehen, und irgendwann entwickelten sich Automatismen, die dem Bürger plausibel machen sollten, dass es für ihn besser ist, nicht in die Entscheidungsvorbereitung mit einbezogen zu sein. Ich denke, dass ist nicht der richtige Weg. Wir müssen die Meinung der Bürger an der Basis ernst nehmen.“ Seit seiner Gründung ist Manfred Scherer Vorstandsmitglied des Vereins Engagierte Bürger e. V. Auch dort setzt er sich aktiv für mehr Bürgerbeteiligung ein. Ihm ist es ein Anliegen, dass in der Zusammenarbeit nicht die parteipolitischen Interessen im Vordergrund stehen. „Wir haben es im Verbandsgemeinderat in der Hand, dass wir gemeinsam als Politiker an Lösungen arbeiten, die nachhaltig und in vernünftiger Ausrichtung ergebnis- und erfolgsorientiert sind, egal auf welcher Seite des Verbandsgemeinderates wir stehen“, so Manfred Scherer. Das Zukunftsprogramm für die Verbandsgemeinde entstand durch aktive Bürger, die ihre Anregungen und Ideen einbrachten. Ein Schwerpunkt im Zukunftsprogramm ist die Jugendarbeit. Dabei sollen den Jugendlichen die Lösungsansätze nicht übergestülpt werden. Manfred Scherer wünscht sich: „Jede Generation hat ihre eigene Betrachtungsweise der Probleme und kann daher aus einem anderen, uns zum Teil unbekannten, Blickwinkel zu einer Lösung beitragen. Und haben sie erst einmal verstanden, welche Chancen sich in diesem Engagement verstecken, können wir den aktuellen Problemlagen beim Heranwachsen der Jugendlichen konstruktiv begegnen.“ So wird in der rheinhessischen Verbandsgemeinde ein neuer „Hunsrücker“ Wind wehen. Neue Wege mit den Bürgern werden eingeschlagen werden. Anzeige Quelle: Verein Engagierte Bürger e. V.. Autor, Redaktion und Verlag sind nicht für die Inhalte externer Webseiten verantwortlich. |
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