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Mehr Sicherheit auf Spielplätzen
Bürgermeister, kommunale Beschäftigte und Sachkundige informierten sich
Region - 13.05.2010: Die Sicherheit von Spielplatzgeräten stand im Mittelpunkt einer Fachtagung, zu der die Unfallkasse Rheinland-Pfalz Bürgermeister, kommunale Beschäftigte und Sachkundige aus allen Teilen des Landes eingeladen hatte.

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„Wir wollen unsere Mitglieder beraten und befähigen, Spielplatzgeräte in eigener Regie zu kontrollieren, und zu warten“, erklärte Hartmut Bartels, Leiter der Abteilung Prävention der Unfallkasse vor rund 120 Zuhörerinnen und Zuhörern in der Bürgerhalle in Andernach-Miesenheim. Darunter auch Teilnehmer aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis.

Rund 2.700 Unfälle registriert die Unfallkasse durchschnittlich in einem Jahr landesweit auf Spielplätzen von Kindertagesstätten und Schulen – rund 1.100 an Klettergerüsten, 400 auf Rutschbahnen und 300 an Schaukeln.

Die Tagung machte deutlich: Bezüglich der Sicherheit von Spielplatzgeräten und bestehender DIN-Normen sind viele Fragen offen, zumal die DIN-Normen für Spielplatzgeräte und Spielplatzböden unterschiedlich auslegbar sind. Entsprechend groß war der Informationsbedarf.

„Ich bin seit Juli 2009 Ortsbürgermeister von Horrweiler und seitdem verantwortlich für zwei Spielplätze. Da muss ich mich informieren. Ich bin froh, dass die Unfallkasse diese Veranstaltung anbietet“, zeigte sich Gemeindechef Alfred Linnemann begeistert.

Informationen aus erster Hand lieferten neben den Präventionsmitarbeitern der Unfallkasse, Katja Skopek und Bodo Köhmstedt, die Referenten Franz Danner vom TÜV Süd sowie Ralf Mandernach, Prokurist der GVV-Kommunalversicherung.

Auf wichtige Eckpunkte der DIN-Normen anhand anschaulicher Beispiele aus dem Alltag ging auch Franz Danner ein: „Wer ein Spielgerät baut, ob Bürger oder offizielle Hersteller, hat sich an technische Regeln zu halten“, so Franz Danner. Die Norm lässt dabei auch Interpretationsspielraum zu, daher ist eine Risikobewertung unerlässlich.

Dass man als Verantwortlicher für Spielplätze „eben nicht mit einem Bein im Gefängnis steht“, hob Ralf Mandernach hervor. „Vertrauen Sie den Fachkundigen“, sagte er und betonte weiter, dass bei der Prüfung von Spielplatzgeräten neben Normen wichtige Kriterien zu berücksichtigen sind – vor allem Menschenverstand und Erfahrung.

Zudem machten die Referenten deutlich, wie wichtig regelmäßige Prüfungen der Spielplatzgeräte und Anlagen sowie deren nachvollziehbare schriftliche Dokumentation sind. Neben den jährlichen Hauptinspektionen sind quartalsmäßige Funktionsprüfungen ebenso erforderlich wie die Sichtprüfungen in kurzen Zeitabständen – nach individuellen Erfahrungswerten.

Großen Zuspruch erhielten Referenten und Veranstalter für die umfassenden Informationen. „Eine tolle Veranstaltung. Das Thema ist so vielseitig. Da ist es gut, dass man auch Gelegenheit hat, Fragen zu stellen“, erklärte Richard Keuler Ortsbürgermeister in Niederzissen.

Die Unfallkasse Rheinland-Pfalz ist für die Spielplätze von Kindertagesstätten und Schulen zuständig, nicht aber für die Sicherheit der Geräte und Anlagen auf öffentlichen Spielplätzen.

„Doch aufgrund der Erfahrungen bitten die kommunalen Aufgabenträger, die auch unsere Mitglieder sind, uns zu diesem Thema immer häufiger um Beratung“, so Katja Skopek und Bodo Köhmstedt, „den kommunalen Vertretern sollte bewusst sein, dass sie selbst Herr des Verfahrens sind und letztlich auch die Verantwortung tragen!“



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Quelle: Unfallkasse Rheinland-Pfalz . Autor, Redaktion und Verlag sind nicht für die Inhalte externer Webseiten verantwortlich.
Mehr Sicherheit auf Spielplätzen. Foto: Unfallkasse Rheinland-Pfalz
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