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Acker-Rittersporn im Getreidefeld Kulturlandschaft als Schutzraum für bedrohte Arten |
Region - 12.08.2011: Dass landwirtschaftliche Nutzung nicht zwangsläufig die Artenvielfalt bedroht, sondern vielmehr zum Schutz und zur Bewahrung von Pflanzen beitragen kann, die selten geworden sind und deshalb besonderer Obhut bedürfen, beweist das jüngst festgestellte Vorkommen einer botanischen Rarität in einem gewöhnlichen Getreidefeld.
Die von Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, den Bauern- und Winzerverbänden des Landes sowie dem Gemeinde- und Städtebund getragene Stiftung zur Förderung der Kulturlandschaft e. V. vermeldet den Fund im Donnersbergkreis. Bei der routinemäßigen Begehung eines als Kompensationsfläche mit schonender landwirtschaftlicher Nutzung vorgesehenen Feldes entdeckte Dieter Feldner, Geschäftsführer der Stiftung, in der Gemarkung von Alsenz einen ungewöhnlich großen Bestand von Acker-Rittersporn (Consolida regalis). Die Rote-Liste-Art ist bisher nur ganz sporadisch im Kreis bekannt und gilt in dieser angetroffenen Häufigkeit als einmalig im Nordpfälzer Raum. Der einjährige Acker-Rittersporn ist eine der ehemals auffälligsten Wildpflanzen der heimischen Ackerkulturen, wurde jedoch infolge Pflanzenschutzmaßnahmen in der Landwirtschaft äußerst selten. Die aus Südeuropa stammende Pflanze bevorzugt kalkreichen Boden mit hohem Lehmanteil (Zeigerpflanze für kalkhaltige Böden). In Mitteleuropa fand man sie früher häufig an Rainen und Wegen sowie auf Getreidefeldern. Der Name der Pflanze leitet sich von der Ausgestaltung des oberen Blütenblatts als Sporn ab. Zum Erhalt des seltenen Bestands hat die Stiftung bereits mit dem Bewirtschafter der Flächen Kontakt aufgenommen, um im Rahmen des freiwilligen Vertragsnaturschutzes den nachhaltigen Schutz zu gewährleisten. Die Initiatoren der Stiftung bewerten den Fund und die eingeleiteten Maßnahmen zur Bestandssicherung als eindrucksvollen Beleg für die Vereinbarkeit von Ökonomie und Ökologie auch in der konventionellen Landwirtschaft. Schützen und Nützen seien in Bezug auf die Kulturlandschaft nicht zwangsläufig ein Gegensatzpaar, sondern vielmehr zwei Seiten einer Medaille. Die Stiftung sieht sich als Vermittler von Flächen, die zum Ausgleich bei größeren Bauvorhaben auszuweisen sind und mittels nachhaltiger landwirtschaftlicher Bewirtschaftung gepflegt und erhalten werden sollen. Anzeige Quelle: Stiftung zur Förderung der Kulturlandschaft. Autor, Redaktion und Verlag sind nicht für die Inhalte externer Webseiten verantwortlich. |
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