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Heinrich Kewes †
Hospizgemeinschaft Hunsrück-Simmern trauert um ihren Mitbegründer
Simmern - 12.08.2011: Mit Heinrich Kewes hat die Hospizarbeit in der Region einen „Motor“ verloren. Am letzten Augustsonntag verstarb der Mitbegründer der Hospizgemeinschaft Hunsrück-Simmern e. V. im Alter von 68 Jahren nach schwerer Krankheit.

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Heinrich Kewes war nicht bloß zehn Jahre lang ehrenamtlicher Vorsitzender der Hospizgemeinschaft; mit seiner Persönlichkeit stand er für vieles, was bis heute die Arbeit der Gruppe ausmacht. Vor 14 Jahren begleitete Heinrich Kewes die Geburt einer Hospizgruppe, die seither für die Menschen auf dem Hunsrück da ist; für sich selbst hatte er den Hospizgedanken bereits wesentlich früher entdeckt.

Wohl auch aus seinem beruflichen Wirken in der Krankenhausseelsorge heraus wandte der Theologe sich Schwerstkranken, Sterbenden und Trauernden in ganz besonderer Weise zu. In dem Empfinden, dass es in manchen Situationen mehr braucht, als noch so engagiertes medizinisches Personal allein zu leisten vermag, führte der „Hospizler“ nahezu unzählige Gespräche an Krankenbetten.

Hospizliche Begleitung war dabei immer ein Angebot an alle, gleich welcher Religionszugehörigkeit oder Überzeugung. Der gläubige Katholik Heinrich Kewes vermochte jeden Menschen mit dessen jeweiligen Bedürfnissen anzunehmen. So machte er sich etwa dafür stark, dass muslimischen Mitbürgern hier eine Bestattung entsprechend ihrer konfessionellen Gebräuche möglich sein sollte.

Große Offenheit und aufrichtige Wertschätzung für das Gegenüber waren sicherlich prägend für Heinrich Kewes Ausstrahlung. Sie bewegte andere Menschen dazu, die überkonfessionelle Sterbe- und Trauerbegleitung in den vier Verbandsgemeinden um die Kreisstadt mitzutragen. Viele ließen sich begeistern und blieben als ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter.

Was als kleine Arbeitsgemeinschaft begonnen hatte wurde so alsbald zu einer aktiven Hospizgruppe und später zu einem eigenständigen Verein. Weggefährten bescheinigen Heinrich Kewes in seinem Engagement „Ausdauer und Beharrlichkeit im besten Sinne“.

Die Gemeinschaft mit inzwischen 50 aktiven Ehrenamtlichen und etwa 200 Mitgliedern konnte sich rund zehn Jahre nach Gründung durch hauptamtliche Fachkräfte verstärken – ein weiterer Meilenstein für die Hospizgemeinschaft, die seit jeher ehrenamtliches Tun mit durchaus fachlicher Qualität verbindet.

Mit ebendiesem Anspruch widmete sich Heinrich Kewes der Ausbildung neuer Begleiterinnen und Begleiter: In Vorträgen und Seminaren reichte der die Hospiz-Idee auch außerhalb des Hunsrücks weiter.

Nicht zufällig schätzte man den Simmerner auch in der benachbarten Hospizgemeinschaft als qualifizierten Referenten und zugewandten Gesprächpartner. Wiederholt gestaltete er Hospizhelferkurse am Mittelrhein mit.

Die Hospizbewegung im gesamten Landkreis verabschiedet sich von einem Initiator, der „Hospiz“ als eine Grundhaltung des Miteinanders gelebt hat. Die Hospizgemeinschaft Hunsrück-Simmern e. V. trauert aufrichtig um ein Gründungsmitglied, dem es am wichtigsten war, bewusst bei den Menschen zu sein.



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Quelle: Hospizgemeinschaft. Autor, Redaktion und Verlag sind nicht für die Inhalte externer Webseiten verantwortlich.
Heinrich Kewes †. Foto: Hospizgemeinschaft
Heinrich Kewes †



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