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Kontrollen zur Schulwegsicherheit Landesweiter Verkehrskontrolltag „Kinder- und Schülersicherheit“ notwendig |
Hunsrück - 16.08.2011: Gut eine Woche nach Beginn des neuen Schuljahres führte die rheinland-pfälzische Polizei landesweit Verkehrskontrollen im Bereich von Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten durch.
Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Sicherung von Kindern in Fahrzeugen gelegt. Daneben war die Überprüfung von Schulbussen Bestandteil dieses Landesverkehrskontrolltages. Im Bereich des Polizeipräsidiums Koblenz verzeichnete die Polizei in der ersten Jahreshälfte 2011 insgesamt 271 Verkehrsunfälle (1. Halbjahr 2010: 230) mit Kinderbeteiligung. Bei 99 (2010: 85) dieser Unfälle waren Kinder als Mitfahrer in Fahrzeugen betroffen. Leider kamen auch in den ersten sechs Monaten diese Jahres drei Kinder bei einem Verkehrsunfall ums Leben (2010: 1), 52 (30) Kinder wurden schwer und 222 (189) Kinder leicht verletzt. Das gerade begonnene neue Schuljahr bot daher einen guten Anlass, in einer landesweit koordinierten Kontrollaktion auf das Thema "Schülersicherheit" aufmerksam zu machen und in das öffentliche Bewusstsein zu rufen. „Die Polizei will mit solchen gezielten Kontrollen, bei denen sie auch eine themenbezogene Aufklärung anbietet, die Gefahren einer mangelhaften Kindersicherung aufzeigen und das Problembewusstsein – insbesondere bei den Eltern – schärfen. Gerade die Kinder sind darauf angewiesen, dass die für sie Verantwortlichen durch eine umsichtige Fahrweise und durch eine sorgfältige Sicherung im Fahrzeug für bestmögliche Sicherheit sorgen", appellierte Roger Lewentz. Der Innenminister lobte das Engagement aller Einsatzkräfte und wies auf die Notwendigkeit solcher Kontrollen hin. Im Bereich des Polizeipräsidiums Koblenz waren hierzu heute Vormittag (07.00 bis 14.00 Uhr) insgesamt 182 Beamtinnen und Beamte flächendeckend im Einsatz. Dabei wurden insgesamt 1.103 Pkw bzw. Verkehrsteilnehmer überprüft, hiervon waren 296 Fahrzeuge bzw. in erster Linie deren Fahrer zu beanstanden! Häufigster Verstoß war dabei - nicht angeschnallte Eltern (!) mit 214 Fehlverhalten! Aber auch das eigentliche Kontrollziel, nämlich die Sicherung der transportierten Kinder, war 59 Mal Gegenstand von polizeilicher Ansprache, wobei in knapp der Hälfte der Fälle das Kind gar nicht gesichert (32 Fälle) bzw. nicht richtig gesichert (27 Mal) (z. B. Kindersitz der falschen Gewichtsklasse, mit Fahrzeuggurt statt Kindersitz, o. ä.) war. Überprüft wurden ferner auch 237 Schulbusse, wovon 52 zu beanstanden waren. Teilweise kam es zu mehreren Beanstandungen an den kontrollierten Schulbussen, so dass die Gesamtzahl der Verstöße / Beanstandungen 106 beträgt. 25 Mal war Ursache hierfür die mangelhafte Ausrüstung (fehlende Nothammer, Verbandskasten, Feuerlöscher, etc.), 26 Mal stellten die Beamten (kleinere) technische Unzulänglichkeiten fest, 27 Fahrer hatten gegen Sozialvorschriften verstoßen und in 28 Fällen lagen sonstige Beanstandungen und Verstöße (wie Nichtmitführen von Fahrzeugpapieren) vor. Zwei von den Beamten der Polizeiinspektion Andernach überprüfte Schulbusse wurden als verkehrsunsicher beanstandet. Wegen eines technischen Defekts an der Federung musste einer der Busse zum Betriebshof verbracht und der Personentransport bis zur Reparatur untersagt werden. Am zweiten Bus wurde die mangelnde Batteriehalterung beanstandet. Nach Reparatur vor Ort konnte hier die Fahrt fortgesetzt werden. „Kinder zählen zu den schwächsten Verkehrsteilnehmern. Wir werden weiterhin unser ganz besonderes Augenmerk auf ihre Sicherheit im Straßenverkehr richten“, betonte Roger Lewentz. Wichtigstes Tagesziel war deshalb neben dem Aufspüren und Ahnden von Fehlverhaltensweisen bzw. Mängeln vor allem das erläuternde Gespräch. Die eingesetzten Beamtinnen und Beamten nahmen sich daher sehr viel Zeit, die betreffenden Verkehrsteilnehmer über die Gefährlichkeit ihres Fehlverhaltens und dessen mögliche Folgen eingehend zu informieren. Die Polizeiinspektion Remagen führte zeitgleich mit dem Landeskontrolltag Laserkontrollen am dortigen Schulzentrum durch. Hier mussten fünf jugendliche Mofafahrer wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis angezeigt werden, da sie ihre Mofas derart "frisiert" hatten, dass diese deutlich schneller als die zulässigen 25 km/h fuhren und die vorgezeigte Mofa-Prüfbescheinigung für diese Geschwindigkeiten nicht ausreichte. Als Tagesschnellster wurde hier ein jugendlicher Mofafahrer mit 78,8 km/h gemessen. Bei allen Jugendlichen musste die Weiterfahrt untersagt und die Fahrzeugschlüssel sichergestellt werden. Informationen und Tipps zur Kindersicherung im Straßenverkehr können auf der Internetseite der Polizei Rheinland-Pfalz www.polizei.rlp.de unter der dem Link „Sicher im Verkehr“ abgerufen werden. Anzeige Quelle: mit Material von Innenministerium RLP / PP Koblenz. Autor, Redaktion und Verlag sind nicht für die Inhalte externer Webseiten verantwortlich. |
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