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Restaurator im Zimmererhandwerk
Sechs Zimmerer haben erstmals in RLP Zusatzqualifikation erworben
Hunsrück - 19.08.2011: Erstmalig in Rheinland-Pfalz haben sechs Zimmerer bei der Handwerkskammer (HwK) Koblenz ihre Prüfung zum Restaurator im Zimmererhandwerk erfolgreich abgelegt. Die Qualifikation zählt zu einer der höchsten, die man nach der Meisterprüfung auf der handwerklichen Ebene erreichen kann.

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In neun Monaten erwarben die Zimmerermeister in Theorie und Praxis das nötige Wissen, um sich als fachkundige Partner der Denkmalpflege und bei der Sanierung von Altbauten zu qualifizieren.

Die erfolgreich bestandene Prüfung zum Restaurator im Handwerk zeichnet den Meister als hoch qualifizierten Fachmann aus, der in der Lage ist, den Bauherren bei der individuellen Suche nach tragfähigen Kompromissen zwischen Anforderungen an den Bestand und gewünschten Nutzungsansprüchen zu unterstützen.

In einem Zeitraum von neun Monaten sind die Teilnehmer aus Rheinland-Pfalz und Hessen alle zwei Wochen nach Herrstein gekommen, um sich von ausgewiesenen Dozenten in die Fertigkeiten der denkmalgerechten Instandhaltung historischer Fachwerkgefüge einweisen zu lassen.

Neben dem praktischen Unterricht wurden in Theoriemodulen auch ethische und betriebswirtschaftliche Aspekte für den Umgang mit historisch wertvoller Bausubstanz behandelt.

Eine kleine Fachwerkscheune in Herrstein diente als Übungsbaustelle. Von der Schadenskartierung über die Maßnahmenplanung bis hin zur statischen Sicherung und der Durchführung von Reparaturmaßnahmen konnte der Lehrstoff dort praxisnah vermittelt werden.

Erfahrungen der Teilnehmer
  • Daniel Arend aus St. Goar: „Ich kann die Fortbildung zum Restaurator im Handwerk jedem weiterempfehlen, der sich für dieses Thema interessiert. Allerdings ist diese nur ein Grundstein und die eigentliche Weiterbildung findet jeden Tag auf der Baustelle statt.“

  • Jürgen Schmitt aus Dünfus: „Ich würde den Kurs jederzeit wieder machen, auch wenn es wegen der Doppelbelastung von Betrieb und Schule in Teilen schon sehr stressig war. Ich habe noch einiges dazugelernt und auch meinen Blick für das alte Bauwerk geschärft.

    Es sind Werte, die uns verloren gehen und die wir nur mit dem nötigen Fachwissen und der entsprechenden Sensibilisierung erhalten können. Ich sehe die Fortbildung als wichtigen Baustein zur Qualitätssicherung.“

Der nächste Kurs startet am 01. Dezember 2011. Der Teilzeitkurs umfasst 420 Unterrichtsstunden und findet alle zwei Wochen von Donnerstag bis Samstag statt. Informationen beim HwK-Zentrum für Restaurierung und Denkmalpflege Herrstein (06785 9731-761, zrd@hwk-koblenz.de).

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Quelle: HwK Koblenz. Autor, Redaktion und Verlag sind nicht für die Inhalte externer Webseiten verantwortlich.
Restaurator im Zimmererhandwerk. Foto: HwK Koblenz
Praxisarbeiten an der Scheune in Herrstein. Foto: HwK Koblenz
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Restaurator im Zimmererhandwerk. Foto: HwK Koblenz
Die Restaurierung komplizierter Knotenpunkte gehört zu den Standardaufgaben eines Restaurators und schließt den Einsatz moderner Gerätschaften nicht aus. Foto: HwK Koblenz
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Restaurator im Zimmererhandwerk. Foto: HwK Koblenz
Absolventen mit Prüfungsausschuss. Foto: HwK Koblenz
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