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Hilfe des Roten Kreuzes rund um die Uhr gefragt
Ein Rückblick auf 70 Stunden Dienst am Menschen
Kastellaun - 08.08.2011: Nach mehr als 70 Stunden geht der Einsatz des Deutschen Roten Kreuzes auf der NATURE-ONE dem Ende entgegen. Seit Donnerstag waren fast 500 Rotkreuzhelfer auf dem Festivalgelände und dem Campingplatz im Einsatz, um sich um erkrankte Besucher zu kümmern und Verletzungen zu versorgen.

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Ärzte und Rettungssanitäter, aber auch Personal in der Einsatzleitung und ein ganzes Küchenteam samt Feldküche, gehörten zur Mannschaft des DRK. Während der gesamten Veranstaltung war das Rote Kreuz rund um die Uhr gefragt. Fast 1.700 Besucher wurden von den Sanitätern behandelt. Angesichts 54.000 Festivalbesuchern eine vergleichbar geringe Anzahl.

Dabei mussten weniger als 20 Patienten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Einsatzleiter Heinz-Dieter Wiess: "Dass wir so wenig Patienten in ein Krankenhaus bringen mussten, liegt sicherlich auch am gut ausgebildeten Personal und unserem bewährten Behandlungskonzept im Medical Center."

Vorwiegend versorgten die Einsatzkräfte des DRK Patienten mit Kreislaufproblemen und kleineren Verletzungen. Auch Insektenstiche und Blasen an den Füßen mußten mehrfach behandelt werden.

In der Nacht zum Sonntag erschwerte ergiebiger Regen die Arbeit der Helfer. Die mobilen Einsatzteams streiften im Regen über das Festivalgelände und sahen sich vielerorts mit schlammigem Boden konfrontiert.

DRK-Chef Heinz-Dieter Wiess: "Der Regen und der aufgeweichte Boden machten uns die Arbeit nicht leichter. Die Besucher können nach Hause gehen, wenn Ihnen das Wetter nicht gefällt. Unsere Helfer nicht. Da hilft nur eine wetterfeste Ausrüstung und echtes Engagement."

Aufgrund des schlammigen Bodens mussten zwei Patienten dann auch mittels einer Rettungswanne von den steilen Hügeln des Festivalgeländes gerettet werden. Sie wurden mit einem Seil gesichert und dann in der Rettungswanne den Hang hinunter gelassen. Der Einsatz einer normalen Trage wäre unter diesen Bedingungen zu risikoreich gewesen. zur Häufung von Verletzungen kam es, durch den rutschigen Boden, allerdings nicht.

Unterstützt wurden die Rotkreuzler aus ganz Rheinland-Pfalz und Hessen durch vier Sanitäter des Französischen Roten Kreuzes aus Auxerre / Burgund. Die Vier kamen extra zur Nature One in den Hunsrück, um bei den deutschen Kollegen die Abläufe bei solchen Großveranstaltungen kennen zu lernen und tatkräftig mitanzupacken.

Fabien Bonnefille vom Französischen Roten Kreuz sagt: "Wir lernen viel von den deutschen Kollegen. Uns ist es wichtig nicht nur zuzuschauen, sondern aktiv mitzuhelfen." Die französischen Sanitäter aus der Partnerstadt von Simmern waren in mobilen Einsatzteams tätig. Ihre Sprachkenntnisse waren in einigen Fällen sehr hilfreich.

Zusammenfassend war es für das Deutsche Rote Kreuz eine gelungene Veranstaltung: "Wir hatten weniger zu tun als im letzten Jahr. Das ist ein gutes Zeichen", stellt DRK Einsatzleiter Heinz-Dieter Wiess fest. DRK-Arzt Thomas Bleck ergänzt: "Viele Besucher scheinen zu merken, dass es mehr Spaß macht das Festival ohne Rauschmittel zu geniessen."

Demnach verlief auch die Nacht von Samstag auf Sonntag zwar arbeitsreich, aber ohne schwere Verletzungen oder schlimme Notfälle.

Für das DRK war die Nature One noch nicht ganz vorbei: Am Sonntag wurde Material gesäubert und die Behandlungsplätze nach und nach abgebaut. Zur Sicherheit der wenigen verbleibenden Besucher und Mitarbeiter auf dem Campingplatz und dem Festivalgelände bleiben zwei Rettungswagen bis Montag Morgen in Bereitschaft.

Und auch in diesem Jahr gilt für alle Rotkreuzler: Der Tag nach der Nature One ist der erste Tag vor der nächsten Nature One.



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Quelle: DRK. Autor, Redaktion und Verlag sind nicht für die Inhalte externer Webseiten verantwortlich.
Hilfe des Roten Kreuzes rund um die Uhr gefragt. Foto: THW-KH / Mathes
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