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'Eine schöne Bescherung!' Zuschauerinnenkommentar: "Wie bei uns zuhause!" von Dirk Jasper |
Kirchberg - 23.01.2010: Es war ein Theaterabend, wie man ihn sich wünscht: Interessantes Stück, hervorragende Darsteller, gutes Timing bei den Gags - und eine Besetzung, die von der Regie glänzend eingesetzt wurde!
Die Theatergruppe Domnissus hatte ein Weihnachtsstück gewählt - und im Januar aufgeführt. Das war eigentlich ein genialer Schachzug! Jeder im Saal hatte in den letzten Wochen so seine eigenen Erfahrungen mit Weihnachten und Familie gemacht, sodass man oft genug hören konnte: "Wie bei uns zuhause!" Vielleicht nur nicht so geballt!Was ist passiert? Es ist der 24. Dezember. Familie Eislein ist im Weihnachtsstress. Vater Reinhold muss auf den letzten Drücker noch einen Christbaum besorgen und sein Auto reparieren.
Zu allem Überfluss sind über Nacht auch noch Heizung und Kühlschrank ausgefallen, deshalb kämpft Mutter Irmgard mit der - inzwischen leicht verdorbenen - Gans. Ihr halbwüchsiger Sohn Klaus-Dieter ist den beiden dabei keine große Hilfe. Auch die verheiratete Tochter Angelika hat ihre eigenen Sorgen.
Ständig klingelt das Telefon, denn Oma Eislein kann es kaum erwarten, aus dem Altersheim abgeholt zu werden, Und auch die Nachbarin, Frau Mauschler, raubt Irmgard den letzten Nerv. Zum Glück gibt es da noch den charmanten Italiener Luigi, der den wahren Sinn des Weihnachtsfestes nicht vergessen hat ...
Bei Komödien zählt besonders, dass die Pointen sitzen. Davon gab es reichlich im Stück - und reichlich Gelegenheit, sie anzubringen. Perfekt! Das führte wirklich zum Kommentar von Zuschauerinnen: "Wie bei uns daheim!". Nur, dass das zuhause nicht ganz so lustig ist wie bei "fremden Leuten" - im Stück! Die Zuschauer lachten aus vollem Herzen, was zeigte, dass die Pointen ankamen und saßen. Es wurde sogar immer wieder offener Szenenapplaus gespendet. Und die Zuschauer merkten schnell, dass die geschlossene Ensemble-Leistung honoriert werden musste, denn einzelne Darsteller hervorzuheben, wäre den anderen gegenüber ungerecht.
Regisseur Werner Klockner hat die Rollen perfekt besetzt und zur Höchstleistung geführt. Eine Zuschauerin meinte: "So ein Bauerntheater ist doch was Schönes!". Dem muss unbedingt widersprochen werden! Wer schon mal die Boulevardtheater in den großen Städten besucht hat, wird wissen, dass dort auch keine bessere Leistung geboten wird. Nur die Namen sind noch prominenter! Selbst das Bühnenbild war eine gelungene Überraschung, was die Zuschauer schon zu einem Szenenapplaus hinriss, bevor das Stück begann!
Auch die Darsteller in Kirchberg haben schon ihren guten Ruf: "Den sehe ich gerne, der spielt immer gut!", so der Kommentar einer Zuschauerin über ihren Lieblingsdarsteller. Und über Eva-Maria Schneider musste man einfach lachen, wenn sie mit trockenem Humor die Pointen losließ. Es war - wieder einmal - ein rundum gelungener Abend mit "Eine schöne Beschereung" von Monika Hirschle in der Aula des Kirchberger Schulzentrums! Mitwirkende
Von Werner Klockner weiß man, dass er gerne auf der Bühne steht, doch bei diesem Stück stellte er sich hinter das Ensemble zurück. "Es gab noch keinen für die Regie. Und außerdem gab es für die Rolle, die für mich in Frage gekommen wäre, einen Besseren!". Dass sich jemand so hinter die Gesamtleistung zurücknimmt, ist heutzutage im Zeitalter der Selbstdarsteller selten geworden! Anzeige Autor, Redaktion und Verlag sind nicht für die Inhalte externer Webseiten verantwortlich. |